Montag, 10. August 2009

Von Samuels Schiesskeller und Autocorsos



Volleyball ist der Nationalsport von Ruanda (Skyline der Hauptstadt im kleinen Bild, gefunden im National Geographic Altpapier). Ein klares Statement, das aber nur ein kleiner Protzentsatz der Ruander unterschreiben würde. Warum dass?- Man führe sich mal das Idealbild eines Volleyballer vor Augen: Einer der entscheiden Faktoren sind die Körpergrösse, nicht zu füllig, weil sonst ist man zu langsam um 2 mal pro Angriff zu Blocken oder hald eine solide Abnahme hinter dem Ball zu machen. Grosse Angreifer greifen hald auch höher an, oder stellen einen ebenso hohen Block. In Ruanda wurden/werden Leute unter anderem fälschlicher Weise gemäss Körpergrosse voneinander abgegrenzt. Seit 94 stellt diese grössere Bevölkerungsgruppe, die anzahlmässig die Kleinere ist (Grüazi, min Nama ich kurz, i haissa Lang) die Regierung. Tendenziell ist es auch so, dass eher bildungsnahe Schichten gross sind. Oft sind politische Entscheidungsträger aus diesem Bildungsbürgertum, folglich befindet sich vor dem Büro des Premierministers ein Volleyballplatz (für weitere Ausführungen dieser Art ist dieser Blog nicht die richtige Plattform, es ist aber bedenklich, wenn man sieht wie diese Abgrenzung auch heute noch überall unterschwellig mitschwingt). Zurück zum Büro des Premierministers: Jeder kann Reinspazieren um zu spielen. Klingt komisch, ist aber so. Cool, nicht? Dass wär wie wenn wir in Pascals Weinkeller einen Weissen schlürfen gehen könnten oder in Samuels Schiesskeller unser Obligatorisch schiessen gehen oder uns unter der Aufsicht von Herrn Leuenbergers Frau ein Tatoo stechen könnten. Nicht auszudenken was ein Hodler-Fan tun könnte, wenn die Schweiz Ruanda wär...einach crazy...
Fussball ist in Ruanda jedoch eher massentauglich und vor und nach diesen sportlichen Grossereignissen, sind die zum Stadion führenden Strassen verstopft. Manchmal wird sogar versucht ein Autocorso zu machen. Das hingegen scheitert dann wieder an der zu geringen Fahrzeugdichte, bzw. kann man das Hupen wegen Fussball schlecht vom Hupen wegen Überholen bzw. Hupen wegen freien Plätzen im Matatu bzw. Hupen wegen weils schön tönt bzw. Hupen wegen ich fahr mal auf die Kreuzung, unterscheiden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen