Sonntag, 18. Januar 2009

Sport in Ruanda


Auch auf Sport muss man im Land der tausend Hügel nicht verzichten. Hier ein kleiner Überblick:

Volleyball mit ruandischen Hünen: Mit viel Glück konnte ich mit dem Team der Universität Butare trainieren. Alle Spieler ist so gross wie ich, rund doppelt so schnell, sie trainieren zweimal pro Tag, während der Semesterferien und viermal pro Woche während des Semesters. Das Training ist anstrengend (die Luft ist staubig, der Hallenboden dreckig und Butare liegt auf 1700 Meter über Meer). Das Team spielt auf schweizerischem NLB-Niveau. Ich war also mehr Statist, als Schlüsselspieler. Trotzdem war es witzig und die halbe Uni wohnte dem Trainig bei.


Tschoggen: die meisten Strassen sind nicht geteert und haben darum idealen Untergrund um zu Laufen. Natürlich kucken einem alle nach, trotzdem ist es witzig. Ob die Leute über mich lächeln oder mich einfach nur anlächeln muss ich noch rausfinden.

Bädala: Heute Sonntag bin ich mit Nicole und zwei anderen Mädels aus Italien und den USA schwimmen gegangen. Beide sind sehr "international" engagiert, gutaussehend und finden alles lovely. Sie arbeiten beide für irgenwelche Gesundheitshilfsprojekte und scheinen gemäss ihren Häusern ziemlich viel zu verdienen.

Montag, 12. Januar 2009

Kontaktinfos

Falls ihr mich kontaktieren müsst oder wollt, könnt ihr das folgendermassen tun:
  • Ihr findet mich in skype vorläufig unter dem Benutzernamen "naeschtbeschmutzer". Es gibt aber Stromunterbrüche und ich habe eine sehr langsame Internetverbindung.
  • Eine andere Möglichkeit ist das Mobiltelefon. Ich habe eine ruandische Nummer. Mit einem Provider wie zum Beispiel Helvatel.ch kann man verhältnissmässig günstig telefonieren. Nach der entsprechenden Ländererkennung (für das Mobilnetz in Ruanda ist das bei Helvatel 0900 88 99 85), danach meine Mobiltelefonnummer inklusive Vorwahl ev. verwirrlichen Nullen (00250 088 421 24).
  • Eine andere Möglichkeit bietet die Kombination von beidem. Ihr könnt bei skype Guthaben kaufen und danach via skype auf mein Mobiltelefon anrufen.
    Ihr könnt auch diesen blog kommentieren, oder mir eine e-mail schreiben.

Ankunft in Butare

Heute Montag bin ich mit einem Bus nach Butare gefahren. Martina hat mich mit ihrem Jeep zur Busstation gefahren. Da ich relativ viel Gepäck hatte, kaufte ich einen zweiten Sitz, der es mir ermöglichte mein Gepäck während der Fahrt neben meinem schwitzenden Füttla zu platzieren. Die Ruander sind crazy Autofahrer mit Hang zu Überholmanöver in unübersichtlichen Kurven. Die Musik wechselt von lokalem Gangsterrap in kinyarwanda gespickt mit Wörter wie DVD (???) oder motherf**** hin zu Afrikasound, nachdem sich das Trommelfell des sehnsüchtigen Afrikareisenden sehnt.

In Butare kann ich bei einer deutschen Kartographin, Nicole, pennen, die seit elf Monaten beim CGIS arbeitet. Im Haus (siehe Foto) wohnt auch noch meine Vorgesetzte, Felicia. Momentan sind aber beide ausser Haus und ich bis auf die zwei Wächter, die das Haus bewachen, alleine dort.


Ich habe heute nachmittag auch zum ersten mal gearbeitet, die unit kennengelernt und Schokolade verteilt.
Mehr dazu schreibe ich aber später.

Sonntag, 11. Januar 2009

Was das ganze soll

Ich arbeite in den nächsten Monaten in Butare, dass ist ein kleines Städtchen in Ruanda. In diesem Blog möchte ich mein Leben und meine Arbeit in diesem kleinen Land im Herzen Afrikas beschreiben.

Meine Aufgabe in Ruanda wird es sein, bereits gesammelte Geodaten so aufzubereiten, dass sie möglichst einfach über das Internet von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen verfügbar sind. Daneben werde ich zu einem Team gehören, welches Kartographie und GIS-Kurse an der Uni in Butare anbietet, sowie eigene Karten und GIS-Produkte herstellt.

Momentan befinde ich mich noch in Kigali, wo sich eine Abteilung des CGIS-NUR befindet. Morgen werde ich aber nach Butare reisen. Die Reisevorbereitungen der letzten zwei Wochen waren ziemlich intensiv. Dank Alaska und Thailand hatte ich schon einiges an Ausrüstung, da ich aber in Ruanda nicht Reisen, sonder arbeiten, sowie länger im Land sein werde, ist der Visaantrag und die Vorbereitung (Hardwareprobleme lösen, Impfungen, WG-Zimmer auflösen etc.) ein wenig komplizierter. Jedenfalls hat u.a. dank der Mithilfe von Freunden und Familie bis jetzt alles bestens geklappt.

Die ersten Eindrücke von Afrika sind positiv. Der Flug von Zürich nach Kigali bot viel: Alpen, Sicheldünen, die riesigen bewässerten Wüstenflächen rund um den Nil, den Nasser-See und den Assuan-Staudamm und einen stinkenden übergewichtigen Italiener auf dem Nebensitz. In Kigali wohne ich bei einem schweizer Paar, die schon seit mehreren Jahren in Ruanda leben und arbeiten. Ihre Wohnung ist eine Oase mit Wachpersonal und Haushälterin - und bildet einen krassen Kontrast zum hektischen Leben ausserhalb des Eingangstores. Kigali selbst ist geprägt von der Hügellandschaft, in die es mehr oder weniger zufällig eingebettet ist und einem extremen Wachstum der Einwohnerzahl. Jeder einzelne der Hügel besitzt seinen ganz eigenen Siedlungsstil: Shanty-Town, Festungsbollwerk, Retortensiedlung, Beverly Hills - Villen, Abbruchhalde oder Botschaftsviertel.