i selber schtohn uf dere siite womer het wasmer bruucht
doch ich han au die ander xeeh wo mer im Dreck fascht versuuft
do machend deppa uf cool
redend von schtrossa und rap
und anderswo träumt mer devo chem vor Strass bald wäg
aber ehrlich mir ischs gliich obers schlussendlich au tschägt
verlang vo keinem daser hüt no s sälbschverständliche schätzt
und sich in punkto grechtigkeit als grosse gläubige zeigt
und schliesslich gitz i jeder sprach es wort für fröide und leid
au wenn d rechnig ufgat chasch di nid uf zahla verloh
zumals bi üs der Wohlstand isch wo Kids verwahrlosa lot
[...]
üses Dasi kennt zwei Site
und wir können auf beiden stehn
abr Glück chömer nid fasse
solang wir nur die eine sehn
Glück und Päch zu unterscheiden
das bereitet kein Problem
nur warums üs ungliich trifft
kann man nicht so leicht verstehn
mer chönd uf beidne stoh
den unser Dasein kennt zwei Seiten
doch wel mir nur eini gseend
kann man sein Glück nicht begreifen
Glück und Pech zu unterscheiden
das bereitet kei Problem
nur warums nicht gleich verteilt ist
ist nicht einfach einzusehn
(Sektion Kuchikäschtli, passendi Wort)
Trotz ähnlicher Erkenntnisse ist es ziemlich toll wieder in Ruanda zu sein. Sowohl beim CGIS als auch im Bekanntenkreis hat sich einiges getan. Ich werde in den nächsten Wochen im Kigali-office tätig sein. "Unser" Haus in Butare werde ich also vorläufig wohl nicht mehr so schnell bewohnen, was nichtmal so ungünstig ist, den zum einen ist es im Moment von meinen "Nachfolger" bzw. von diversen Leuten, die für die IT-Abteilung der Uni und für SPREAD arbeiten belgegt und zum Anderen ist die hat Küche von Lennart in Butare ein bisschen grössere Bekanntheit erlangt. So wurde das Haus "Chez Muzungu" getauft. Der Alki-wächter wurde trotz ruandischem Beziehungsnetzwerk entlassen und Israel, das "Mädchen für alles" des Hauses hat nun eine Freundin (der er scheinbar fast so viel Aufmerksamkeit schenkt wie der Kirche, was sie zu einem der bestumsorgtesten Mädels südlich des Viktorasees macht). Weiter ist der Wächter vom ESRI-Haus beim Hausmächen von Martin abgeblitzt. Ruanda bietet also auch definitv mehr als jede noch so schnell geschnittene Folge von Glanz und Gloria. Vorübergehende Probleme an der GNSS-Station auf dem Dach des Telecom-Hauses haben mich am Samstag dorhin geführt und auch noch gleich einen idealen Platz zum ungestört släcklainen gefunden. Meine bisherigen Beiträge lassen evenutell den törichten Gedanken zu, dass die Arbeit in Ruanda gar nicht so streng ist. Doch das ist weit gefehlt. Auch diesesmal werde ich äusserst gesund gefordert sein. Oben auf der to-do list steht das Entwickeln eines Prototyps einer spatial data infrastructure, die Fernerkundungsszenen des CGIS in einem Imageserver zu popeln, am PGD zu unterrichten und natürlich die Aufgaben der vielfältigen Kundschaft (von der kleinen NGO über diverse Ministerien bis hin zu weltweit agierenden Organisationen) des CGIS vollumfänglich zu erfüllen. Mein direkter Vorgesetzter ist Eugene, ein wohlüberlegter und weitgereister Ruander. Generell werden die Aufgaben nicht ganz einfach sein, da ich mindestens auf dem Papier Stefan ablöse, einen Mann mit gespanntem Beziehungsnetz und einer nicht zu unterschätzenden Bekanntheit in Kigali und Butare, sowie vielfältige auf ruandische Verhältnisse optimal abgestimmte (GIS-)Skills. Freizeitaktivitäten kann man also auch in der ruandischen Hauptstadt nachgehen; Sonntag nachmittag war ich im cercle sportif ultimate-frisbee spielen gegangen. Dieses rolf'sche Rumgerenne hat es sogar auf die südliche Seite vom Äquator geschafft und es ist fast so gemütlich wie auf dem blauen Platz am Irchel, aber eben hald nur fast, da Ruanda und vorallem seine Lehmstrasse in der momentanten "Trockenzeit" fast soviel Staub aufwirbeln wie die Lössfelder in Alaska, was das Atmen nicht leichter macht. In der Nacht werfen die Schatten der Passanten regelrecht Bocktengespenster in den in der Luft befindlichen Staub (Einfach crazy was ich für lustige Sachen in den letzten 5 Jahren gelernt habe. Da soll noch jemand sagen man könne das Zeugs für nichts gebrauchen bzw. die Uni vermittle weltfremdes Wissen).
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