Mittwoch, 20. Januar 2010

Ganz schön beneidenswert, nicht?

Es ist soweit - Kigali hat mich wieder. Und das schon seit 10 Tagen. „Schön ist’s hier, noch schöner wär’s mit dir“. Die Ferien in der CH waren gut, auch wenn das Telemarken schon bewusstseinserweiternder war. Meine Mobilien haben fast heil ein neues zu Hause gefunden, ich habe wieder einmal mit famous forti gesprochen, angemessen Weihnachten und Neujahr gefeiert, mich mit meiner Schwester gestritten, einen Spaziergang mit Nando unternommen, bin Skifahren gegangen und habe mit Spruzzi einen Berg bestiegen. Es waren also schöne Ferien, nicht nur wegen dem hier Aufgezählten.

Im Moment bin ich wieder einmal der einzige Bewohner des Hauses in Kigali. Natürlich bis auf die Wächter, die auch regelmässig am pennen sind, wenn ich heimkomme. Aber ich wäre nicht ein wahrhaft grosser Pädagoge, wenn in diesem Fall die allabendliche Teelieferung ausbleiben liesse. Gute Ausreden werden hingegen mit kleinen Desserts belohnt. Eine Hitlist darf demnächst hier erwartet werden.

Es ist definitiv gar nicht mehr so einfach eine spannende Geschichte einfach so hinzuschmettern. Ich glaube nach einem Jahr im Land der tausend grossen SUV’s, der Millionen Sekten und der Trilliarden guten Ausreden ist man gegenüber Uneuropäischem einfach gar nicht mehr so empfänglich. Darum kurz und bündig:

Diesen Samstag sind wir in der Nähe von Gitarama in einem alten Steinbruch klettern gegangen. Dem staunenden Publikum (siehe Photo, dass es mit dem Fotoreport von Steffi Graf im National Geographic leicht aufnehmen kann) hats gefallen. Und es war auch tatsächlich schön. Eine Hornisse hat’s weniger schön gefunden und hat ihren Territorialanspruch mit diversen Stichen in mein rechtes Knie durchgesetzt.

Die letzte goat & gorilla party in der embassy war auch wieder ziemlich feuchtfröhlich und ich habe meine englisch skills mit ein bisschen Bierkonsum ans positive Limit gepusht.

Africas Cup of Nations vor einer Leinwand in Afrika zu kucken ist, wie wenn man ihn in zu Hause vor einer Leinwand kucken würde.

A ja, und im Flugzeug bin ich neben einer gesessen, die sich in Gott verliebt hat. Scheisse und ich setz mich immer noch mit Problemen, wie einem „work plan 2010“ oder warum das blöde Asterbild nicht über das existierende DHM zu liegen kommt geschweige denn ihren Platz in der Datenbank findet bzw. warum ich den clipandship-service immer noch nicht hingekriegt habe, auseinander.

Ich habe auf meiner Joggingrunde in Kigali Affen gesehen – und Kraniche, was ganz schön beneidenswert ist, nicht?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen