...aka das Imperium schlägt zurück aka warum qualitativ hochstehende Posts aka wilda has aka i will aifach Fraua und Gäld aka blaua mentig.
Liebe Leserschaft, bitte entschuldigt die Unregelmässigkeit, beziehungsweise Nichtexistenz meiner Posts. Die letzten Monate waren sehr turbulent. Turbulente Monate lassen sich bekanntlich auch schwer zusammenfassen. Ich will es an dieser Stelle trotzdem versuchen und euch eingedunsen aber nicht aufgeblasen davon berichten, was sich in Ostafrika so abspielt (neben Dürren, Scharmützeln, Misswahlen, und neuen Internetleitungen).
Zu den highlights der letzten Monate zählten meine Ferien zu Hause, das ESRI fest in München (bzw. allgemein die Zeit in München), die AfricaGIS in Kampala (riesige GIS internationale GIS konferenz in der Hauptstadt Ugandas), der Eine oder Andere Grund warum ich mich wenigstens temporär noch wohler in Kigali gefühlt habe, sehr gute Belegung im Haus, in dem ich Wohne, der GISDay in Kigali, das ESRI summer camp (Teilnehmende meiner Gruppe mit ihren Diplomen siehe Bild (Foto: Stefan Rova)), dass mich schliesslich wieder einmal an meinem Geburtstag arbeiten liess, die Erfahrung, dass ich noch viel Französisch lernen und meine rethorische Klinge schärfen muss, bzw. manchen Situationen ein bisschen schneller denken muss und der Besuch von Damian, der meine Unbesuchtheit defloriert hat.
Herausgefordert herausgeüberfordert war ich manchmal, flachlich klar, was aber für euch eher von Interesse ist, ist meine "Situation". Diese ist manchmal gar nicht so einfach zu meistern und ich denke, dass folgende Dinge zu den Herausforderungen gehören:
Sich selbst treu bleiben ist in meiner Situation im Moment gar nicht so einfach. Es gibt viel zu Organisieren und ein agieren in einem mangifaltigen Interessen- und Erwartungsfeld fällt mir manchmal ganz schön schwer. Man hat das Gefühl, dass einiges von einem erwartet wird, andererseits hat man selbst Ideen, wie Dinge in die Realtät umgesetzt werden können.
Eine weitere Herausforderung ist das Agieren in der doch eher oberflächlichen expat-Welt Kigalis. Dagegen hat eine Bolgenschatzebegrüssungsrunde mit 50 "wia hesch" geradezu den Tiefgang einer Psychoanalyse. Es wird genetzwerkt und ganz viiiiiel gearbeitet. Das Wertesystem kommte einem hippen Lümmel wie mir manchmal ganz schön verzerrt vor. Generell gilt, zwischenmenschliche Sympatien lässt man besser erst gar nicht aufkommen, denn das gegenüber könnte ja in einer Woche schon wieder auf einem anderen Kontinent arbeiten oder gar mit einer (sich eingebildeten) Konkurrenz unter einer Decke stehen, oder generell nicht ins objektive Konzept passen. Aber um wirklich mit dieses Szene abzurechnen, kenn ich sie zu wenig, darum behalte ich den Ball an dieser Stelle mal mittelhoch.
Veränderungen. Ich komme nach Hause- vorübergehend bzw. für Weihnachten/Neujahr. Ich muss ja schliesslich sehen, wie sich Nando entwickelt. Glaubt man den Fotos ist er ein rechter Bömber geworden. Weiter muss ich noch meine Sachen von dem Keller der Wattstrasse wegzügeln, da das ganze Haus umgebaut wird, und mein Superbett zweifellos nicht mehr so gut aufgehoben ist. Danach werde ich nochmals für ein halbes Jahr nach Ruanda gehen. Mitte Februar werde ich für einen Monat nach Hause kommen, natürlich um dem Wintersport zu fröhnen. Also alles in allem eine komfortable Ausgangslage und eine neue Chance.
Soviel zu den Hürden. Etwas nächstes betrifft meinen elektronischen Briefkasten. Alles hat ein Ende und nach einem Jahr nach physischem Verlassen der alma mater wurde mir mein rege genutzter fixpunkt im web 1.0 jäh entrissen. Kurzentschlossen habe ich zur weltberühmten Datenkracke gewegselt und bin jetzt für offizielle Korrespondenz nicht mehr unter meiner access-email erreichbar.
Auch wenn man es sich nach diesem Post warscheinlich wünscht, es ist nicht der Letzte und der Autor ist gewillt wieder zur alten Ergussfrequenz zurückzufinden. Noch sitze ich allerdins am Flughafen in Kigali fest, da die Brüsselärlain Verspätung in Studendimensionen hat. Das entstehen dieses Beitrags verdanken wir einzig und allein dieser Verspätung und der Rwanda Civil Aviation Autorität, die nicht mal in der Lage ist ihre WLAN Netzwerke zureichend zu schützen. In dem Sinn hübschi Wiahnachta und an guata Rutsch.
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